{"id":1565,"date":"2024-09-01T14:13:44","date_gmt":"2024-09-01T14:13:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rheumaberatung.ch\/?p=1565"},"modified":"2024-09-01T14:13:45","modified_gmt":"2024-09-01T14:13:45","slug":"lassen-sich-akute-rueckenschmerzen-auch-mit-lokalem-schmerzgel-behandeln","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.rheumaberatung.ch\/?p=1565","title":{"rendered":"Lassen sich akute R\u00fcckenschmerzen auch mit lokalem Schmerzgel behandeln?"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Newsletter 82<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><a href=\"http:\/\/www.rheumaberatung.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Rueckenschmerzen.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.rheumaberatung.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Rueckenschmerzen.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1566\" width=\"433\" height=\"289\" srcset=\"http:\/\/www.rheumaberatung.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Rueckenschmerzen.jpg 724w, http:\/\/www.rheumaberatung.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Rueckenschmerzen-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 433px) 100vw, 433px\" \/><\/a><figcaption>Quelle: iStockphoto<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Ziel der Studie:<\/strong>&nbsp;Topische nichtsteroidale Antirheumatika (NSAIDs) Gels sind bei einer Vielzahl von Verletzungen des Bewegungsapparats n\u00fctzlich. Es ist nicht bekannt, ob topische NSAIDs&nbsp;&nbsp;Gels auch bei Patienten mit akuten nichtradikul\u00e4ren muskuloskelettalen R\u00fcckenschmerzen eingesetzt werden sollten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Methoden<\/strong>: Wir f\u00fchrten eine randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie durch, bei der Patienten im Alter von 18 bis 69 Jahren, die mit akuten, nicht traumatischen, nicht radikul\u00e4ren (Schmerzen aufgrund eines Drucks auf den Nerv z.B bei einem Bandscheibenschaden), muskuloskelettalen Kreuzschmerzen in die Notaufnahme kamen, zum Zeitpunkt der Entlassung randomisiert mit 400 mg oralem Ibuprofen + topischem Placebo-Gel, 1%igem topischem Diclofenac-Gel + oralem Placebo oder 400 mg Ibuprofen + 1%igem topischem Diclofenac-Gel behandelt wurden. Die Ergebnisse wurden mit dem Roland Morris Disability Fragebogen (RMDQ) gemessen, einem 24-teiligen Ja\/Nein-Fragebogen, der die Auswirkungen von R\u00fcckenschmerzen auf die t\u00e4glichen Aktivit\u00e4ten der Befragten (Behinderung im Alltag) erfasst.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das prim\u00e4re Ergebnis war die Ver\u00e4nderung des RMDQ-Scores zwischen der Entlassung aus der Notaufnahme und 2 Tage sp\u00e4ter. Medikamentenbedingte unerw\u00fcnschte Ereignisse wurden erfragt, indem gefragt wurde, ob die Studienmedikamente neue Symptome verursachten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ergebnisse<\/strong>: Insgesamt wurden 3 281 Patienten f\u00fcr die Teilnahme an der Studie ausgew\u00e4hlt, und 198 wurden schliesslich eingeschlossen. Insgesamt waren 36 % der Patienten Frauen, das Durchschnittsalter lag bei 40 Jahren (Standardabweichung: 13), und der Median des RMDQ-Scores bei Studienbeginn betrug 18 (25. bis 75. Perzentil: 13 bis 22), was auf eine erhebliche Funktionseinschr\u00e4nkung des R\u00fcckens hinweist. Insgesamt lieferten 183 (92 %) Teilnehmer prim\u00e4re Ergebnisdaten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei Tage nach dem Besuch in der Notaufnahme hatte sich der Wert in der Gruppe Ibuprofen + Placebo um 10,1 (95% Konfidenzintervall [CI] 7,5 bis 12,7) verbessert, in der Gruppe Diclofenac-Gel + Placebo um 6,4 (95% CI 4,0 bis 8,8) und in der Gruppe Ibuprofen + Diclofenac-Gel um 8,7 (95% CI 6,3 bis 11,1). Die Unterschiede zwischen den Gruppen waren wie folgt: Ibuprofen gegen\u00fcber Diclofenac 3,7 (95% CI 0,2 bis 7,2); Ibuprofen gegen\u00fcber beiden Medikamenten 1,4 (95% CI -2,1 bis 4,9); und Diclofenac gegen\u00fcber beiden Medikamenten 2,3 (95% CI -5,7 bis 1,0). Medikamentenbedingte unerw\u00fcnschte Ereignisse wurden von 3\/60 (5 %) Ibuprofen-Patienten, 1\/63 (2 %) Diclofenac-Patienten und 4\/64 (6 %) Patienten, die beide Medikamente erhielten, gemeldet&nbsp;&nbsp;(1).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schlussfolgerung:<\/strong>&nbsp;Bei Patienten mit nicht traumatischen, nicht nervenbedingten akuten muskuloskelettalen R\u00fcckenschmerzen, die aus einer Notaufnahme entlassen wurden, war topisches Diclofenac Gel wahrscheinlich weniger wirksam als orales Ibuprofen. Bei gleichzeitiger Verabreichung mit oralem Ibuprofen zeigte der Gel keinen zus\u00e4tzlichen Nutzen.<\/p>\n\n\n\n<ol type=\"1\"><li>Khankhel N et al.Ann Emerg Med 2024 Jun; 83:542<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Newsletter 82 Ziel der Studie:&nbsp;Topische nichtsteroidale Antirheumatika (NSAIDs) Gels sind bei einer Vielzahl von Verletzungen des Bewegungsapparats n\u00fctzlich. 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