{"id":829,"date":"2016-01-31T09:46:44","date_gmt":"2016-01-31T08:46:44","guid":{"rendered":"http:\/\/rheumaberatung.ch\/?p=829"},"modified":"2016-01-31T09:46:44","modified_gmt":"2016-01-31T08:46:44","slug":"hyaluronsaeurepraeparate-zur-behandlung-der-kniearthrose","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.rheumaberatung.ch\/?p=829","title":{"rendered":"Hyalurons\u00e4urepr\u00e4parate zur Behandlung der Kniearthrose"},"content":{"rendered":"<p>Patienten mit Kniearthrose werden heute h\u00e4ufig von Orthop\u00e4den und Rheumatologen mit Hyalurons\u00e4urepr\u00e4paraten behandelt. (intra-artikul\u00e4re Injektionen). Diese Injektionen sind relativ teuer und deren Effekt ist umstritten. In einer Metanalyse untersuchten Forscher verschiedene randomisierte Studien mit Hyalurons\u00e4urepr\u00e4paraten. Diese Studien mussten mindestens eine Dauer von 4 Wochen aufweisen und mindestens 30 Patienten pro Behandlungsarm einschliessen. Die Effekte auf Knieschmerzen und Funktion wurden mittels des anerkannten Arthrose Outcome-Fragebogens WOMAC gemessen.<\/p>\n<p>19 Studien mit einem Placebo-Arm konnten so ausgewertet werden. Die Hyalurons\u00e4ure reduzierte den durchschnittlichen Schmerz- und Funktionsscore deutlich verglichen mit Placebo. Der Behandlungseffekt war 29% der klinisch relevanten Ver\u00e4nderung f\u00fcr Schmerz und 48% der klinisch relevanten Ver\u00e4nderung f\u00fcr die Funktion. Dies steht im Gegensatz zu den Studien die ohne Placebo-Arm und nur zur \u00fcblichen Standardbehandlung verglichen wurden. Da klinisch relevante Ver\u00e4nderungen f\u00fcr Schmerz und Funktion in dieser Metanalyse nicht klar dokumentiert werden konnten, ziehen die Forscher den Schluss, dass der angebliche Effekt der Hyalurons\u00e4uretherapie vorwiegend auf einem Placeboeffekt beruhe. Mehrere an der Studie beteiligten Forscher waren Mitglieder der Amerikanischen Orthop\u00e4den Gesellschaft (AAos), die 2013 in ihren eigenen Behandlungsrichtlinien die Applikation von Hyalurons\u00e4urepr\u00e4paraten nicht empfohlen hatte (1).<\/p>\n<blockquote><p>Schlussfolgerung: Es bleibt deshalb dem Patienten \u00fcberlassen, ob er neben der \u00fcblichen Schmerztherapie auch den Versuch einer intraartikul\u00e4ren Hyalurons\u00e4uretherapie durchf\u00fchren m\u00f6chte. Sehr oft werden diese Injektionen auch zusammen mit Steroidpr\u00e4paraten durchgef\u00fchrt, die nachweislich einen schmerzlindernden Effekt bei sogenannten aktivierten Kniearthrosen (mit Entz\u00fcndungszeichen) aufweisen. Der behandelnde Arzt sollte den Patienten jedoch immer auf das Nutzen\/Risikoprofil der Behandlung hinweisen.<\/p><\/blockquote>\n<p>1) Jevsevar D. et al Viscosupplementation for osteoarthritis oft the knee: A systematic review of evidence. J Bone Joint Surg Am 2015 Dec 16;97:2047<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Patienten mit Kniearthrose werden heute h\u00e4ufig von Orthop\u00e4den und Rheumatologen mit Hyalurons\u00e4urepr\u00e4paraten behandelt. (intra-artikul\u00e4re Injektionen). Diese Injektionen sind relativ teuer und deren Effekt ist umstritten. In einer Metanalyse untersuchten Forscher verschiedene randomisierte Studien mit Hyalurons\u00e4urepr\u00e4paraten. Diese Studien mussten mindestens eine Dauer von 4 Wochen aufweisen und mindestens 30 Patienten pro Behandlungsarm einschliessen. 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