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Prof. Dr. Robert Theiler

Langzeitergebnisse der nicht-chirurgischen Behandlung der karpometakarpalen Osteoarthritis des Daumens: Eine Kohortenstudie

Dezember 18, 2023 By Prof. Dr. Robert Theiler Leave a Comment

Quelle: istockphoto

Newsletter 74

Hintergrund: Obwohl eine nicht-chirurgische Behandlung der Karpometakarpalarthrose (CMC-1) des Daumens eine kurzfristige Verbesserung bewirkt, ist die Dauerhaftigkeit dieser Effekte über ein Jahr hinaus unbekannt. In dieser Studie untersuchten wurde die von den Patienten angegebenen Schmerzen und Einschränkungen bei Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL) >5 Jahre nach einer nicht-chirurgischen Behandlung (d. h. Bewegungstherapie und Verwendung einer Orthese) bei CMC-1-OA. Es bestand die Hypothese, dass sich die Schmerzen und Einschränkungen bei den Aktivitäten des täglichen Lebens nach 12 Monaten nicht verschlechtern würden. Sekundäre Ergebnisse waren die Zufriedenheit mit den Behandlungsergebnissen und die gesundheitsbezogene Lebensqualität nach mehr als 5 Jahren Nachuntersuchung sowie die Rate der Umstellung auf eine Operation.

Methoden: Es handelte sich um eine multizentrische, prospektive Kohortenstudie mit 2 sich überschneidenden Stichproben. Die Veränderung der Unterskalen des Michigan Hand Outcomes Questionnaire (MHQ) zu Schmerz und ADL zwischen 12 Monaten und >5 Jahren war das primäre Ergebnis, das in der ersten Stichprobe (n = 170) gemessen wurde, die aus Patienten bestand, die sich nicht einer Operation unterzogen. Weitere Messzeitpunkte waren der Ausgangswert und 3 Monate. Dabei wurde die Konversion zu einer Operation in einer zweiten Stichprobe untersucht, die alle Patienten umfasste, die der Einladung zu dieser Folgestudie gefolgt waren (n = 217).

Ergebnisse: Bei einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 6,6 Jahren (Spanne von 5,1 bis 8,7 Jahren) unterschied sich der Wert auf der MHQ-Schmerzsubskala nicht signifikant von dem nach 12 Monaten. Der Wert auf der MHQ-ADL-Subskala verbesserte sich im Vergleich zu 12 Monaten um 4,4 Punkte (95 % Konfidenzintervall [CI], 1,5 bis 7,2), was jedoch klinisch nicht relevant war. Nach >5 Jahren bewerteten 5 % der Patienten ihre Zufriedenheit als „schlecht“, 14 % als „mäßig“, 26 % als „mittelmäßig“, 39 % als „gut“ und 16 % als „ausgezeichnet“. Der Medianwert des EuroQol-5 Dimensions-5 Levels (EQ-5D-5L) Index betrug 0,852 (Bereich 0,135 bis 1). Die Rate der Umstellung auf einen chirurgischen Eingriff betrug 22 % (95 % KI, 16,4 % bis 27,7 %) bei einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 7 Jahren (Spanne von 5,5 bis 9,0 Jahren) (1).

Schlussfolgerungen: Es fanden sich positive Ergebnisse bei einer Nachbeobachtungszeit von mehr als 5 Jahren für die nicht-chirurgische Behandlung der CMC-1-OA, ohne dass sich die Schmerzen oder die Einschränkungen bei den Aktivitäten des täglichen Lebens nach 12 Monaten verschlimmerten. Diese Ergebnisse sprechen für eine nicht-chirurgische Behandlung als erste Wahl und legen nahe, dass die Behandlungseffekte nachhaltig sind.

  1. Esteban L et al J Bone Joint Surg Am, 2023, Dec 6;105 (23):1837-1845

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Hilft die MIND Diät um einer Demenz vorzubeugen?

November 22, 2023 By Prof. Dr. Robert Theiler Leave a Comment

Quelle: istockphoto

NL 73

Hintergrund: Ergebnisse von Beobachtungsstudien deuten darauf hin, dass Ernährungsmuster einen Schutz vor kognitivem Verfall bieten können, aber die Daten aus klinischen Studien sind begrenzt. Die Mediterranean-DASH Intervention for Neurodegenerative Delay, auch bekannt als MIND-Diät, ist eine Mischung aus der mediterranen Ernährung und der DASH-Diät (Dietary Approaches to Stop Hypertension), mit Modifikationen, um Lebensmittel einzubeziehen, die mit einem vermeintlich geringeren Demenzrisiko in Verbindung gebracht werden.

Methoden: Es wurde eine randomisierte, kontrollierte Studie an zwei Standorten durchgeführt, an der ältere Erwachsene ohne kognitive Beeinträchtigung, aber mit einer Demenz in der Familienanamnese, einem Body-Mass-Index (Gewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern) von über 25 und einer suboptimalen Ernährung, die anhand eines 14 Punkte umfassenden Fragebogens ermittelt wurde, teilnahmen. Das Ziel bestand darin die kognitiven Auswirkungen der MIND-Diät mit leichter Kalorienrestriktion im Vergleich zu einer Kontrolldiät mit leichter Kalorienrestriktion zu testen. 

Die Teilnehmer wurden im Verhältnis 1:1 der Interventions- oder der Kontrolldiät für 3 Jahre zugeteilt. Alle Teilnehmer erhielten eine Beratung zur Einhaltung der ihnen zugewiesenen Diät sowie Unterstützung bei der Gewichtsabnahme. Der primäre Endpunkt war die Veränderung gegenüber dem Ausgangswert in einem globalen Kognitionswert und vier kognitiven Bereichen, die alle aus einer 12-Tests-Batterie abgeleitet wurden. Die Rohwerte der einzelnen Tests wurden in z-Scores umgewandelt, die über alle Tests gemittelt wurden, um den Gesamtwert für die kognitiven Fähigkeiten zu ermitteln, und über die Komponententests, um die vier Werte für die kognitiven Bereiche zu ermitteln; höhere Werte weisen auf eine bessere kognitive Leistungsfähigkeit hin. Das sekundäre Ergebnis war die Veränderung der von der Magnetresonanztomographie (MRT) abgeleiteten Messwerte von Gehirnmerkmalen in einer nicht zufälligen Stichprobe von Teilnehmern gegenüber dem Ausgangswert.

Ergebnisse: Insgesamt wurden 1929 Personen gescreent und 604 eingeschrieben; 301 wurden der MIND-Diät-Gruppe und 303 der Kontrollgruppe zugewiesen. Die Studie wurde von 93,4 % der Teilnehmer abgeschlossen. Von Studienbeginn bis zum dritten Jahr wurden in beiden Gruppen Verbesserungen der globalen kognitiven Werte beobachtet, wobei die MIND-Diät-Gruppe um 0,205 standardisierte Einheiten und die Kontrollgruppe um 0,170 standardisierte Einheiten zunahm (mittlerer Unterschied: 0,035 standardisierte Einheiten; 95 % Konfidenzintervall: -0,022 bis 0,092; P = 0,23). Die Veränderungen der Hyperintensität der weißen Substanz, des Hippocampusvolumens und des Gesamtvolumens der grauen und weißen Substanz im MRT waren in beiden Gruppen ähnlich (1).

Schlussfolgerungen: Bei den kognitiv nicht beeinträchtigten Teilnehmern mit einer Demenz in der Familienanamnese unterschieden sich die Veränderungen der kognitiven Fähigkeiten und der MRT-Ergebnisse des Gehirns vom Ausgangswert bis zum dritten Jahr nicht signifikant zwischen den Teilnehmern der MIND-Diät und den Teilnehmern der Kontrolldiät mit leichter Kalorienrestriktion.

 (Gefördert durch das National Institute on Aging; ClinicalTrials.gov-Nummer, NCT02817074).

  1. Barnes LL et a. N Engl J Med 2023 Aug 17;389(7):602-611

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Wie viele Schritte pro Tag reduzieren das kardiovaskuläre Risiko und die Gesamtmortalität?

Oktober 18, 2023 By Prof. Dr. Robert Theiler Leave a Comment

Newsletter 72

Quelle: istockphoto

Hintergrund: Es wird immer wieder spekuliert wie viele Schritte pro Tag durchgeführt werden sollen, um einen deutlichen Effekt auf die Gesundheit zu erreichen. Zu dieser Frage gibt es jedoch kontroverse Antworten. Allgemein werden bisher häufig 10’000 Schritte empfohlen.

Methoden: Um diese Frage zu klären, wurden in einer Metanalyse 12 Studien ausgewertet. Dabei wurden vor allem Studien untersucht, die die Gesamtmortalität und den Einfluss der Anzahl Schritte auf das kardiovaskuläre Risiko untersuchten.

Resultate: Es konnten 12 Studien mit 111309 Personendaten ausgewertet werden. Eine deutliche Risikoreduktion der Gesamtmortalität konnte schon ab 2517 Schritte pro Tag beobachtet werden und ab 2735 Schritten eine Reduktion des kardiovaskulären Risikos. Eine weitere Zunahme der Anzahl Schritte resultierte in einer nicht-linearen Risikoreduktion der Gesamtmortalität und des kardiovaskulären Risikos bei einer optimalen Dosis von 8763 resp. 7126 Schritten pro Tag. 

Die Zunahme von einer tiefen zu einer höheren Kadenz von Anzahl Schritten pro Tag waren unabhängig verbunden mit einer Reduktion der Gesamtmortalität. Das Geschlecht beeinflusste diese Dosis Wirkung Beziehung nicht. Es gab hingegen Unterschiede zwischen den verschiedenen Devices, die die Anzahl Schritte gemessen haben. (Hüfte vs Handgelenk)

Schlussfolgerung: Bereits 2800 Schritte pro Tag haben einen deutlichen Effekt auf die Reduktion der Gesamtmortalität und auf die Risikoreduktion von kardiovaskulären Erkrankungen. Dieser Effekt lässt sich steigern bis zu einer Anzahl Schritten von 8800, resp. 7200 pro Tag (1).

Diese einfachen Empfehlungen lassen sich dem Patienten gut vermitteln und zudem ist er in der Lage mit dem Mobile Phone den Erfolg täglich selbst zu messen. Dies kann die Motivation zur täglichen Bewegung steigern. Zudem ergänzen die Resultate die Empfehlung der WHO zur leichten Bewegungstherapie von 150 Minuten pro Woche.  Diese Studie bestätigt eindrücklich die alte Weisheit: Bewegung hält gesund!

1) Stens NA et al. J Am Coll Cardiol. 2023; 82(15):1483-1494

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Können Multivitaminpräparate einer Demenz vorbeugen?

September 4, 2023 By Prof. Dr. Robert Theiler Leave a Comment

Quelle: istockphoto

Newsletter 71

Hintergrund: Der Stellenwert von Multivitaminpräparaten beim Vorbeugen einer Demenz ist bis heute unsicher. Die bisherigen Studien mit Multivitaminpräparaten haben bisher keine sichere Evidenz erbracht. Nun machen 2 neue Studien mit Multivitaminpräparaten jedoch Hoffnung.

Methoden: In einer ersten randomisierten Studie bei der ein Multivitaminpräparat gegen ein Placebo untersucht wurde erbrachte ermutigende Resultate. Das Multivitaminpräparat enthielt Vitamin A, B12, C, D, E und Biotin sowie  Magnesium, Kalium und Zink. Bei dieser Studie wurden 2262 Personen mit einem mittleren Alter von 73 Jahren untersucht. Die Studie wurde während 3 Jahren durchgeführt. 

Resultate: Ein vordefinierter, kombinierter Kognitionstest war zu Beginn der Studie in beiden Gruppen gleich, doch die Personen in der Multivitamingruppe schnitten nach 3 Jahren deutlich besser ab, als die Vergleichsgruppe mit Placebo. Der Unterschied war am ausgeprägtesten in der Gruppe von Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen (1).

In einer zweiten Studie wurden 3562 Personen, mit einem mittleren Alter von 71 Jahren, untersucht. In dieser Studie gab es keine Personen, die einen Herzinfarkt oder einen Hirnschlag erlitten haben und nicht an einer Krebserkrankung litten. Während der dreijährigen Studie mussten die Personen wiederholt standardisierte Gedächtnistests durchführen. Im 20 Worte Wiederhol Test hatte die Multivitamingruppe bessere Werte als die Placebo Vergleichsgruppe. In beiden Gruppen erinnerten sich die Probanden an 8 Wörter mit einer Differenz von 0.2 Worten zugunsten der Multivitamingruppe. In den übrigen Kognitionstests war jedoch kein Unterschied feststellbar  (2).

Schlussfolgerung: Obwohl diese Studienresultate interessant sind, ist nicht klar auf welche Substanzen oder Vitaminen sie basieren. Weitere Studien mit einem nachvollziehbaren Design sind sinnvoll. Die vorläufigen Resultate können für den Arzt hilfreich sein, wenn Sie Patienten mit leichten Gedächtnisstörungen beraten.

  1. Baker LD et al. Effects of cocoa extract and a multivitamin on cognitive function: a randomized clinical trial. Alzheimers Dement 2023 Apr; 19: 1308
  2. Yeung LK et al.Multivitamin supplementation improves memory in older adults: A randomized clinical trial. Am J Clin Nutr 2023 Jul;118:273

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Korreliert das Übergewicht mit den Schmerzen und Röntgenveränderungen der Kniearthrose?

Juli 29, 2023 By Prof. Dr. Robert Theiler Leave a Comment

Quelle: istockphoto

Newsletter 70

Hintergrund: Patientinnen mit Übergewicht und Kniearthrosen wird häufig geraten ihr Gewicht zu reduzieren. Dies um auch das Fortschreiten der Kniearthrose zu verlangsamen.

Der Beweis konnte bis heute jedoch nicht erbracht werden. 

Ziel: Da in den USA mehr Übergewichtige Personen leben, haben amerikanische Forscher diese Frage in der longitudinalen Osteoarthritis Studie genauer untersucht.

Methode: Dabei wurden die klinischen und radiologischen Arthrose Daten der Knie und der Hüfte von 2800 Studienteilnehmer analysiert. Das Durchschnittsalter betrug 45- 79 Jahre.

Resultate: Während einem Beobachtungszeitraum von 4 Jahren hatten 11% der Teilnehmer Zeichen einer Zunahme der radiologischen Arthrose in den Knien. Die Teilnehmer, die in dieser Zeit mehr als 5% Gewicht zugenommen haben, hatten auch Zeichen einer Zunahme der Kniearthrose im Vergleich zur Gruppe der Teilnehmer die 5% an Gewicht abgenommen hatten. (OR 1.26 vs 0.69). Bei den Teilnehmern mit Gewichtszunahme konnte radiologisch vor allem eine Verschmälerung des medialen Gelenksspaltes beobachtet werden. Die Muster der begleitenden Kniegelenkschmerzen verliefen parallel zu den radiologischen Veränderungen. Im Gegensatz dazu konnten bei Teilnehmern mit Gewichtszunahme oder Gewichtsabnahme keine radiologischen Veränderungen in der Hüfte sowie Hüftschmerzen dokumentiert werden.

Schlussfolgerungen: Diese Studiendaten belegen die Wichtigkeit der Gewichtsreduktion bei Patienten mit Kniearthrosen. Deshalb ist es für die Ärzte wichtig in Patientengesprächen auf diesen günstigen Effekt aufmerksam zu machen um die Patientenmotivation zu steigern. Jedoch konnte in der Studie auch gezeigt werden, dass dieser günstige Effekt bei der Hüftarthrose nicht nachgewiesen werden konnte.

  1. Joseph GB et al. Effects on weight change on knee and hip radiographic measurements and pain over 4 years. Data from the Osteoarthritis Initiative. Arthritis Care Res 2023 Apr,  75: 860

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Prof. Dr. med. Theiler, ehemaliger Chefarzt der Rheumakliniken im Kantonsspital Aarau und Stadtspital Triemli, Zürich. Read More…

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