• Skip to secondary menu
  • Skip to main content
  • Skip to primary sidebar

rheumaberatung

Infos und Beratung zum Thema Rheuma

  • Home
  • Rheumaberatung
  • Rheumanews
  • Rheumacommunity
  • About

Prof. Dr. Robert Theiler

Haben «Activity Tracker» einen positiven Effekt auf die Lebenserwartung ?

Oktober 3, 2022 By Prof. Dr. Robert Theiler Leave a Comment

Newsletter 59:

Hintergrund: Die Daten zum Wert von Bewegungstrackern (Wearables) sind kontrovers. Es stellt sich die Frage, ob diese technischen Hilfsmittel einen positiven Effekt auf Intensität von Bewegungsabläufen oder Anzahl Schritten im Alltag haben oder sogar motivierend für die Personen sein können um die körperliche Aktivität zu steigern.

Methode: Forscher haben deshalb eine Metanalyse mit 121 randomisierten und kontrollierten Studien durchgeführt.

Resultate: Dabei wurden Daten von über 16000 Erwachsenen mit Activity Monitoren, die den Personen Feedback über Anzahl Schritte oder zurückgelegte Wegstrecke verglichen zu einer Kontrollgruppe ohne Feedback. Die meisten Studien wurden in westlichen Ländern durchgeführt und dauerten in der Regel 12 Wochen. Zu Beginn der Untersuchungen betrug die durchschnittliche Anzahl Schritte ungefähr 7000 pro Tag. Am Ende der Untersuchung betrug die Differenz zur Kontrollgruppe 1235 Schritte und 49 Minuten pro Woche mehr mittlere bis intensive Aktivität im täglichen Leben. Beide Unterschiede waren signifikant. Die Unterschiede bezügliche den Ruhephasen waren nicht signifikant. Wenn man bedenkt, dass kürzliche Analysen ergeben haben, dass ein Unterschied von 1000 Schritten pro Tag mit einer 6%-36% Reduktion der Mortalität verbunden ist sowie eine 20-25minütige moderate bis starke körperliche Aktivität mit einer ebenfalls bis zu 60% Reduktion der Mortalität verbunden ist, müsste man alle Personen zum Tragen von Wearables motivieren (1,2).

Schlussfolgerungen: Das Tragen von Aktivitäts-Trackern scheint sinnvoll zu sein, da es die Motivation zur Aktivitässteigerung fördert. Mit der Aktivitätssteigerung lässt sich insgesamt die Mortalität von Personen positiv beeinflussen.

  1. Larsen RT et al. Effectiveness of physical activity monitors in adults: Systematic review and Meta-analysis BMJ 2022 Jan 26; 376
  2. Int J Behav Nutr Phys Act 2020; 17:78

  • Nützen Kompressions-Strümpfe bei vaso-vagalen Synkopen?
  • Welche Physiotherapie bei Kniearthrose?
  • Ist Akupunktur wirksam bei älteren Patienten mit chronischen Rückenschmerzen?
  • Welches ist die optimale Physiotherapie bei Hüftarthrose?

  • Wann sollen übergewichtige Patienten mit Kniearthrose operiert werden?
  • Lässt sich Muskelschwund im Alter aufhalten? Neue Resultate
  • Kann die Herpes Zoster Impfung das Demenzrisiko senken?
  • Hilft Metformin auch bei Kniearthrose-Beschwerden?

  • Stellenwert von Cannabis und Cannabinoiden bei chronischen nicht-krebsbedingten Schmerzen: Empfehlungen des American College of Phycicians (ACP)
  • Kann Vitamin K2 nächtliche Wadenkrämpfe reduzieren?
  • Hilft die plättchenreiche Plasmatherapie bei der Schleimbeutelentzündung an der Hüfte?
  • Leben Menschen, die sich mehr bewegen, länger?

Filed Under: Uncategorized

Operative oder nicht-operative Behandlung der Achillessehnenruptur?

August 10, 2022 By Prof. Dr. Robert Theiler Leave a Comment

Newsletter 58

https://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=User:VikiRu&action=edit&redlink=1

Hintergrund: Bisher waren die Daten unklar, ob eine Achillessehnenruptur auch ohne Probleme nichtoperativ, dh. Konservativ behandelt werden kann. In einer grossen randomisierten Studie wollten norwegische Aerzte diese Frage beantworten.

Ziel: In dieser randomisierten, kontrollierten Studie sollte die Frage beantwortet werden ob die nicht-operative Therapie der Achillessehnenruptur gleichwertig ist mit der offenen chirurgischen oder mikrochirurgischen Behandlung ist. Ebenso sollten die Nebenwirkungen der verschiedenen Behandlungen dokumentiert werden.

Methode: In 4 norwegischen Kliniken wurden total 554 Patienten mit einer frischen Achillessehnenruptur in 3 Gruppen  randomisiert. Das Durchschnittsalter der Patienten betrug 40 Jahre. Davon konnten 526 Patienten ausgewertet werden. Als Outcomewert wurde der Achillessehnenruptur-Score ausgewertet (0-100). Die konservative Gruppe erhielt innert 72 Stunden nach Ruptur einen Plantarflektierten Gips. Nach  2 Wochen wurde die Plantarflexion stufenweise reduziert. Die 2 operativen Gruppen erhielten postoperativ für 6 Wochen einen Gips und dann ein mobilisierendes Rehabilitationsprogramm.

Resultate: Die Veränderungen im Achillessehnenscore betrugen -17 Punkte in der nicht

-operativen Gruppe, -16 Punkte in der offenen Repair-Gruppe und -14.7 in der minimal invasiven Gruppe. Die Veränderungen in der funktionellen Performane waren gleich in allen 3 Gruppen. Die Anzahl der Sehnenrerupturen war grösser in der nicht-operativen Gruppe (6.2%) verglichen mit der offenen und minimal-invasiven Gruppe (je 0.6%). Nebenwirkungen: Es gab 9 Nervenverletzungen in der minimal-invasiven Gruppe (5.2%), 5 in der offenen Repairgruppe (2.8%) und 1 in der nicht-operativen Gruppe (1).

Schlussfolgerung: Bei Patienten mit Achillessehnenruptur war die offene chirurgische und minimal-invasive chirurgische Behandung der nicht-operativen Behandlung nicht überlegen. Es konnten mehr Nervenverletzungen in den chirurgischen Gruppen dokumentiert werden.

Bei Hochleistungsathleten wird wohl auch in Zukunft die chirurgische Behandlung gewählt. Bei den übrigen Patienten sollten diese Resultate zur Entscheidungsfindung berücksichtigt werden.

Filed Under: Uncategorized

Helfen Kortisonspritzen bei Hüftgelenksarthrose?

August 10, 2022 By Prof. Dr. Robert Theiler Leave a Comment

Newsletter 57

CFCF wikipedia.org

Einleitung: Bis heute werden bei Patienten mit einer Hüftgelenksarthrose intra-artikuläre Kortisonspritzen durchgeführt ohne klare Datengrundlage. Meistens haben die üblichen Behandlungen mit Schmerz- und Entzündungsmedikamenten sowie die angepasste Exercisetherapie dann keinen Erfolg gehabt. Bis heute gibt es jedoch praktisch keine klinische Studien , die die Behandlung mit intra-artikulären Injektionen ins Hüftgelenk untersucht haben.Ziel: Eine englische Studie wollte diese Frage bei Patienten mit Hüftarthrose untersuchen. Dabei sollte vor allem der Effekt auf die Schmerzsymptomatik während 6 Monaten untersucht werden.

Methode: 199 Patienten, die älter als 40 Jahre waren, und an einer schmerzhaften Hüftarthrose litten wurden untersucht. Sie wurden in 3 Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe erhielt das Standardschema mit Beratung, oralen Schmerzmedikamenten und Uebungstherapie (Best current treatment = BCT). Die 2. Gruppe erhielt eine intra-artikuläre Injektion mit Lokalanästhetika (5ml 1% Lidocaine) und die 3. Gruppe erhielt auch eine intra-artikuläre Injektion mit Lidocain und Kortison (40mg Triamcinolonacetonide). Die Hüftinjektionen wurden ultraschallgesteuert durchgeführt.Gemessen wurde die Schmerzangabe auf einer visuellen Schmerzskala vor der Injektion nach 2 Wochen und nach 2, 4 und 6 Monaten.Resultate: Das Durchschnittsalter der Probanden lag bei 63 Jahren und 57% waren weiblich.

Den grössten Effekt zeigte sich in der intra-artikulären Kortisongruppe verglichen mit der BTC Gruppe. (mean difference -1.43 (95% confidence intervall -2.15 bis -0.72; standardised mean difference -0.55. Kein Unterschied in der Schmerzreduktion nach 6 Monaten zeigte sich in der Gruppe BTC zu intra-artikulären Injektion mit Lidocain.

Bei Vorliegen einer intra-artikulären Gelenksentzündung, die im ultraschall dokumentiert wurde, konnte der grösste Effekt einer Schmerzreduktion mit einer Injektion mit Kortison nachgewiesen werden.

Nebenwirkungen: In der intra-artikulären Gruppe mit Kortison verstarb ein Patient 4 Monate nach der Injektion. Er litt an einer Endokarditis und hatte eine vorbestehende biologische Aortenklappe (1).

Schlussfolgerung: Diese Studie zeigt, dass eine intra-artikuläre Injektion mit Kortison und Lidocain den grössten schmerzreduzierenden Effekt hat im Vergleich zur Standardtherapie.

Die grösste Schmerzreduktion liess sich bei Patienten mit aktivierten Hüftarthrosen zeigen.

Hingegen dürfen die Risikofaktoren nicht ausser Acht gelassen werden, da diese wie in der Studie erheblich sein können. Zudem zeigte eine weitere Studie, dass bei Patienten nach intra-artikulären Injektionen mit Steroiden in seltenen Fällen rasch progrediente Arthrosen auftreten können. Die Patienten sollten im ärztlichen Gespräch über das Nutzen/ Risikoverhältnis aufgeklärt werden.

  1. Paskins Z et al. Clinical effectiveness of one ultra-sound guided intra-articular cortico-steroid and local anesthetic injection in addition to advice and education for hip osteoarthritis (HIT trial): single blind, parallel group, three arm, randomized controlled trial. BMJ 2022 Apr 6; 377

Filed Under: Uncategorized

Wieviel kostet die Verhinderung eines Knochenbruches?

Mai 20, 2022 By Prof. Dr. Robert Theiler Leave a Comment

Newsletter 56

Hintergrund: Antiosteoporotische Medikamente wie Bisphosphonate können das sogenannte Frakturrisiko bei Patientinnen mit postmenopausaler Osteoporose senken. Dies konnte in vielen klinischen Studien belegt werden. Der Zeitpunkt bis zur effektiven Wirkung zur Frakturverhinderung war jedoch unklar.

Ziel: In einer sogenannten Metanalyse wollten Forscher diese Frage genauer klären.

Methode: Sie untersuchten 10 randomisierte Studien mit den häufigsten oralen und i.v. applizierten Bisphosphonaten. In diesen Studien wurden 23400 postmenopausale Frauen eingeschlossen. Die Bandbreite des Alters betrug 63 bis 74 Jahre. Die Studienteilnehmerinnen wurden durchschnittlich 12 bis 48 Monate nachkontrolliert.

Resultate: Gemäss dieser Analyse müssten postmenopausalen Frauen Bisphosphonate durchschnittlich 12 Monate gegeben werden um eine Nicht-Wirbelfraktur zu verhindern. Um eine Hüftfraktur zu verhindern müssten 200 Frauen mit Osteoporose für 20 Monate behandelt werden und um eine schmerzhafte Wirbelkörperfraktur zu verhindern 12 Monate (1).

Schlussfolgerung: Diese Studie hilft das individuelle Frakturrisiko mit Patientinnen in dieser Altersgruppe besser zu evaluieren.

Allerdings dürfte bei älteren Patientinnen das  Nutzen/ Risiko Verhältnis deutlich günstiger sein.

Neben der medikamentösen Therapie spielt bei älteren Patientinnen eine aktive Trainingstherapie mit Koordinationsübungen, Gleichgewichtsübungen und Rumpfstabilisationsübungen eine wichtige Rolle um Stürze mit Knochenbrüchen zu verhindern.

  1. Deardorff WJ et al. Time to benefit of bisphosphonate therapy for the prevention of fractures among postmenopausal women with osteoporosis: A meta-analysis of randomized clinical trials

JAMA Intern Med 2021 Nov e-pub. 6745

Filed Under: Uncategorized

Ist Allo gleich sicher wie Febu bei der chronischen Gicht?

Mai 9, 2022 By Prof. Dr. Robert Theiler Leave a Comment

Newsletter 54

Hintergrund: Die Langzeitbehandlung der chronisches Gicht wird gemäss medizinischen Leitlinien unterschiedlich beurteilt. Insbesondere ist nicht klar, ob als Erstlinientherapie Allo eingesetzt werden sollte.

Ziel: In dieser grossen Studie sollte die Gleichwertigkeit von Allo und Febu untersucht werden bei Patienten mit chronischer Gicht.

Methode: In dieser 72 wöchigen Studie sollte die Gleichwertigkeit von Allo und Febu untersucht werden. Dabei wurden auch Patienten mit Nierenfunktionsstörungen eingeschlossen (33%). Die Patienten wurden bis zum Zielwert eintitriert. Anfänglich mit einer Dosis von 100mg Allo und 40 mg Febu. Maximale Dosis Allo 800mg und Febu 120 mg. In den ersten 6 Monaten erhielten die Patienten eine antientzündliche Therapie gegen Gichtschübe.

Resultate: 940 Patienten konnten eingeschlossen werden. 20% haben die Studie nicht beendet. In der optimalen Dosierung mit Zielerreichung der Harnsäure unter 400 micromol/L hatten 36% der mit Allopurinol behandelten Patienten einen Gichtschub verglichen mit 43% der Febu behandelten Patienten. Gesamthaft erreichten 80% beider Therapiegruppen den Zielwert. Bei den Nebenwirkungen insbesondere bei den kardiovaskulären gab es keine Unterschiede in den beiden Gruppen (1).

Schlussfolgerung: Allo und Febu erreichten beide die Zielwerte der Harnsäure. Zwischen den beiden Substanzen gab es keinen Unterschied die Gichtattacken zu kontrollieren sowie der Nebenwirkungen. Die gleichen Resultate wurden auch bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen erreicht.

  1. Comparative Effectiveness of Allo and Febu in Gout Management;

James R. O’Dell; NEJM Evid 2022; (3)

Filed Under: Uncategorized

  • « Go to Previous Page
  • Go to page 1
  • Interim pages omitted …
  • Go to page 7
  • Go to page 8
  • Go to page 9
  • Go to page 10
  • Go to page 11
  • Interim pages omitted …
  • Go to page 20
  • Go to Next Page »

Primary Sidebar

Nach was suchst du?

Schlagwörter

Antirheumatika Beobachtungsstudie bewegungstherapie biological biosimilar Chondroitin chondroitinsulfat Diclofenac gefahren Glucocorticoid glucosamin Glukosamin Hyaluronsäure Hyaluronsäuretherapie Immunreaktion Infektion intra-artikuläre Injektionen Kniearthrose knierarthrose leben lebenserwartung lebensverlängerung länger leben modified-release Nebenwirkungen operation osteoporose Paracetamol patienten Pneumonie ratgeber regelmässig rheumatoide arthritis Risikoanalyse Schmerzmittel Schmerztherapie schulter Spondylitis ankylosans sport Studie tod Voltaren Wirbelsäule wochenende yoga

Es schreibt für Sie

Prof. Dr. med. Theiler, ehemaliger Chefarzt der Rheumakliniken im Kantonsspital Aarau und Stadtspital Triemli, Zürich. Read More…

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Copyright © 2017 Medcap GmbH · Hauptstr. 9, 5502 Hunzenschwil · info@rheumaberatung.ch